64. Tag
Einmal quer durch´s Land
08.08.2008
Etappe: Grenze zur Mongolei
Land: VR China
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Die Nacht war schrecklich heiß und laut. Bis in den späten Abend hinein versuchten wir noch einige Autobahnkilometer zurückzulegen, doch ein unerwartet hohes Verkehrsaufkommen ließ es nicht zu. Abgesenkte Gullideckel und Dreiradmopeds, die mit Passagieren beladen auf der linken (!) Spur dahintuckern, machen die Fahrt zu riskant. Wir übernachten daher vorzeitig an einer Raststätte.

Im hinteren Teil befindet sich eine Reparaturwerkstätte, wo wir uns Ruhe zum Schlafen erhoffen. Aber einen Feierabend scheint man dort überhaupt nicht zu kennen. Um 5 Uhr morgens verlassen wir die wenig erholsame Stätte.

Nach Beijing kommt heute am Eröffnungstag der Olympischen Spiele ohne Sondererlaubnis niemand hinein. So müssen wir die Hauptstadt weitläufig umfahren. Zunächst auf einem guten, sehr ruhigen Autobahnabschnitt, danach auf Landstraßen, die schön den chinesischen Alltag zeigen: mit Bauernmärkten und vielem mehr.

Sonderbare Vehikel Marke Eigenbau kreuzen den Weg. Schwere Laster erklimmen vor uns Passstraßen und kriechen ebenfalls im Schritttempo wieder ins Tal hinab. Besondere Dienstleister säumen den Straßenrand: Ihre Aufgabe ist es, heiß gelaufenen Räder und Bremsen mittels eines Wasserstrahls abzukühlen.

Auf einigen, vorwiegend kurvigen Streckenabschnitten werden wir von Polizisten auf Motorrädern eskortiert. Manche Posten wollen auch kurz die Papiere sehen. Meistens aber winkt man uns freundlich durch. Die darauf folgende Autobahn um Datong ist sehr gut ausgebaut. Dennoch erreichen die Ersten von uns die Grenze zur Mongolei erst am Abend. Ein Teil fährt nicht so weit und übernachtet vorher an einem Jurtencamp.

Man verspricht uns, dass der meiste Papierkrieg schon abgewickelt sei und wir morgen früh um 8 Uhr einfach an der Grenze durchgewunken werden. Doch es kommt ganz anders...

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